Viel Spaß! |
Home
12.11.2010 Kommunikation und Kooperation zwischen Schulpflegschaft und SV Antworten auf die Fragen „Warum“ und „Wie“ gab es beim INSGESAMT-Treffen am 08. November 2010 von Maximilian Render. Der ehemalige Schülersprecher der Maria-Montessori-Gesamtschule Aachen ist zurzeit im Bildungsbüro der Städteregion Aachen tätig. Im Rahmen seines freiwilligen sozialen Jahres verfolgt er – gemeinsam mit Avila Rinkel-Michalke - das Ziel, die Arbeit der Schülervertretungen in der Städteregion zu unterstützen und ihre Zusammenarbeit zu verbessern. Sein Impulsreferat „Kommunikation und Kooperation zwischen SV und Schulpflegschaft“ und die daran anknüpfende Diskussion der anwesenden Elternvertreter/innen und Schülervertreter/innen von neun Gesamtschulen führten zu einigen Argumenten und Anregungen: Was sind die Gründe und welche Möglichkeiten gibt es für einen positiven Austausch zwischen Schüler- und Elternvertretern? Laut Maximilian Render können SV-Mitglieder wichtige Impulsgeber für die Elternarbeit sein, denn sie sind nah am Puls des Schullebens und können sehr gut einschätzen, welche Probleme bestehen oder welche Wünsche bei den Schülerinnen und Schülern im Vordergrund stehen. Wenn also Elterngremien Gefahr laufen, sich zu sehr von eigenen Interessen bzw. Perspektiven leiten zu lassen, kann das Aufgreifen von Themen, mit denen sich die SV beschäftigt, ein Gegengewicht bilden. Auf der anderen Seite kann allein die Tatsache, dass sich die Aufmerksamkeit der Schulpflegschaft auf die Bereiche richtet, die für Schülerinnen und Schüler wichtig sind, sehr viel bewirken. Dass sich die Elternvertreter für die SV-Arbeit interessieren, dass sie unterstützend wirken oder manchmal auch sehr konkret zusammenarbeiten, hat Signalwirkung – und das auch für die Lehrerschaft. Die Teilnahme von SV-Mitgliedern bei allen Schulpflegschaftssitzungen kann z.B. dadurch noch unterstrichen werden, dass den Schülervertreter/innen regelmäßig Gelegenheit geboten wird, in den Sitzungen über Ihre laufende Arbeit zu berichten. Im Gegenzug können Elternvertreter/innen von der SV zu Gesprächen eingeladen werden. Sinnvoll ist, dass sich die Eltern- und Schülervertreter/innen, die Mitglieder der Schulkonferenz sind, zwischen den Sitzungen treffen und die Themen, die in der Schulkonferenz behandelt werden, besprechen. Maximilian Render wies darauf hin, dass es möglich und oftmals geboten ist, gemeinsam einen Tagesordnungspunkt zu beantragen bzw. einen gemeinsamen Antrag zur Abstimmung zu bringen. Das Zusammenspiel zwischen Schulpflegschaft und SV wird gut funktionieren, wenn man sich nicht nur sprachlich aufeinander einstellt, sondern auch beiderseits zu einer Auseinandersetzung auf Augenhöhe bereit ist. Dazu gehört, sich auf die jeweils andere Interessenlage einzulassen und ggf. auch einmal praktische Hilfe zu leisten. Hierbei können auch gerade die Eltern von der häufigen Präsenz der Schüler profitieren. So kann sich mit der Zeit eine belastbare Vertrauensbasis entwickeln. Wird die Kommunikation und Kooperation zwischen allen an der Gestaltung des Schullebens beteiligten Gruppen geschätzt und gepflegt, dann wird sich ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung und des Einander-Ernstnehmens einstellen. Maximilian Render hob abschließend hervor, dass die beste Voraussetzung für gutes Lernen Begeisterung ist. Und Begeisterung hilft sicherlich auch bei den Aktivitäten engagierter Schüler- und Elternvertreter/innen.
Information zum Projekt ‚Koordination Schülerpartizipation‘, das Maximilian Render zusammen mit seiner Kollegin durchführt: „Die Arbeit in den Schülervertretungen wird an vielen Schulen auf sehr unterschiedliche Art und Weise umgesetzt. Um zu ermöglichen, dass die Schülervertretungen besser zusammen arbeiten können und die guten Ideen der einzelnen Schülervertretungen auch an andere Schulen übertragen werden, möchten wir eine Art „Netz“ zwischen den Schülervertretungen aufbauen. Unsere Aufgabe als FSJ´ler im Bildungsbüro der Städteregion Aachen ist, die Arbeit in den Schülervertretungen zu unterstützen und zu vernetzen. Hierfür sind ein Internet-Forum, ein Treffen aller Schülervertretungen und unterstützende Arbeit für die Schülervertretungen geplant.“ Kontaktdaten: Maximilian Render StädteRegion Aachen Programm „Lernen vor Ort“ Koordination Schülerpartizipation im Rahmen eines FSJ
22.03.10
Herr Dr. Karl Wolter (Gesamtschule Langerwehe) und Frau Wynands (Gesamtschule Niederzier-Merzenich) richteten stellvertretend an Herrn Pinkwart die Frage: "Wie soll den Herausforderungen des demographischen Wandels begegnet und wie sollen zugleich bildungsgerechte und zukunftsweisende Schulen erreicht werden?" Auf unsere Frage hin ist Herr Pinkwart im Detail auf die Perspektiven liberaler Bildungspolitik eingegangen. Diese fängt für ihn schon bei der frühkindlichen Förderung an. Insbesondere hob er den Sprachtest im Alter von 4 Jahren als Erfolg hervor. Ebenso müssten mehr Ressourcen für mehr Bildungsqualität zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehört für ihn auch die Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer. Er sprach von mehr Freiheit für Bildungseinrichtungen und dass die Regionen mehr schulische Entscheidungsbefugnisse erhalten sollen. Als Antwort auf die sich verändernde Demographie bringt Herr Pinkwart eine neue Schulform, die sogenannte ‚Mittelschule’, ins Spiel. Sie soll aus der Fusionierung von Haupt-, Real- und Gesamtschulen hervorgehen. Ganz besonders scheint ihm allerdings die Qualität der Gymnasien am Herzen zu liegen. Am vierten und letzten Leserforum nahmen für INSGESAMT Frau Dr. Arz (Maria-Montessori-Gesamtschule) und Herr Dr. Wolter (Gesamtschule Langerwehe) teil. Die Frage: „Die Grünen in NRW treten für gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der Pflichtschulzeit ein. Wie wollen Sie dieses Ziel erreichen?“ beantwortete Sylvia Löhrmann sinngemäß: Erzwingen wolle man nichts. Wohl favorisieren die Grünen nach Ihrer Aussage Schulen, in denen Kindern das Sortieren und Beschämtwerden erspart wird. Sie wollen die Rahmenbedingungen schaffen, damit sich immer mehr Schulen und Kollegien zusammenschließen und sich zur Aufgabe machen, alle Kinder mitzunehmen und alle Schulabschlüsse unter einem Dach anzubieten. Den Gesamtschulen steht man anerkennend gegenüber und will Neugründungen, sofern sie beantragt werden, ermöglichen. Als ein Allheilmittel betrachtet man die Gesamtschule allerdings nicht. Auch bei dieser Schulform gebe es – wie bei den anderen auch – hervorragende und wenig überzeugende Schulen. Frau Löhrmann setzt auf die einzelnen Schulen, denen mehr Gestaltungsspielräume zugestanden werden sollen. Aufgrund eines Umdenkens innerhalb der Lernforschung und der Pädagogik und verstärkt durch den demographischen Wandel wachse vielerorts die Bereitschaft, sich von den klassischen Strukturen und Mechanismen zu lösen. Daneben könnten – je nach Standortsituation - aber auch Schulen Bestand haben, die mehr oder weniger weiter arbeiten wie bisher. Zukunftsfähig seien Schulen, die zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen und zugleich zu den besseren Leistungen führen. Als notwendig erachtet Frau Löhrmann in dieser Hinsicht auch den Ganztag. Nach Auffassung der Grünen wird es zu einer auf Freiwilligkeit basierenden Bewegung hin zu immer mehr ‚Gemeinschaftsschulen’ kommen. 02.03.10 Hannelore Krafts Antwort auf eine Frage des Netzwerks INSGESAMT
Auf unsere Frage hat Frau Kraft sehr ausführlich geantwortet. Im Kern hat sie das Modell der Gemeinschaftsschule, das die SPD beschlossen hat, vorgestellt. Sie hat dargelegt, dass viele Experten, aber auch die Mehrheit der Eltern für längeres gemeinsames Lernen plädieren. Das Hauptproblem der bisherigen Praxis bestehe darin, dass die Kinder im Alter von neun oder zehn Jahren auf ein bestimmtes Bildungsziel ausgerichtet werden. Damit sei in den meisten Fällen die Marschrichtung bis zum Ende der Schulzeit festgelegt. Das Modell der Gemeinschaftsschule sehe vor, dass die Schülerinnen und Schüler nach Beendigung der Grundschulzeit gemeinsam in die 5. Klasse der weiterführenden Schule übertreten und bis zum Ende der sechsten Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Ab der siebten Klasse seien zwei alternative Möglich-keiten vorgesehen. Entweder die Schule führe den integrativen Unterricht bis zum Ende der zehnten Klasse fort, was dem Konzept der Gesamtschule im Wesentlichen entsprechen würde, oder sie bilde Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialklassen, die getrennt, aber unter einem Dach und von einem Kollegium unterrichtet würden. Die Entscheidung für die eine oder die andere Alternative will die SPD den Schulen selbst und den Schulträgern überlassen. Vorteile dieses Modells sieht Frau Kraft unter anderem in der größeren Bildungs-gerechtigkeit und in der Finanzierbarkeit, da keine Schulneubauten erforderlich seien. Zusätzliche Kosten seien dennoch zu erwarten, insbesondere da die Gemeinschafts-schule als Ganztagsschule geplant sei. Die Frage des Bildungsetats ist für Hannelore Kraft eine Frage der Prioritätensetzung. Mehr Ressourcen im System seinen gerade auch deshalb nötig, weil die Qualität der schulischen Bildung und der Schulabschlüsse in der Gemeinschaftsschule im Fokus stehen müsse. 22.02.2010 INSGESAMT im Gespräch mit Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers Durch eine bewusst sehr offen gestellte Frage von allgemeinem Interesse ergab sich beim Leserforum des Aachener Zeitungsverlags am Montag, den 22. Februar 2010, für zwei Vertreter des Netzwerks INSGESAMT die Chance zu einem schulpolitischen Gespräch mit Dr. Jürgen Rüttgers (CDU). Der Zeitungsverlag Aachen hatte seine Leserschaft aufgerufen, Fragen an den Ministerpräsidenten zu formulieren und diese einzusenden. Die vom Netzwerk INSGESAMT eingereichte Frage "Wie wird sich die Schullandschaft in NRW in den nächsten fünf Jahren aufgrund des demographischen Wandels verändern und wie wollen Sie diesen Veränderungen gerecht werden?" wurde ausgewählt und Herr Dr. Wolter (Gesamtschule Langerwehe) und Frau Wynands (Gesamtschule Niederzier-Merzenich) richteten sie persönlich an Herrn Dr. Rüttgers. Sie berichten: Wir als INSGESAMT durften mit unserer Frage den Reigen beginnen. Herr Rüttgers will keine Diskussionen über Schulformen, sondern alle Schulen und Schulformen fit für die Zukunft machen. Die Viergliedrigkeit soll bestehen bleiben und er hat auf Rückfrage eindeutig erklärt, dass dies für Gesamtschulen die gymnasiale Oberstufe mit G9 Abitur umfasst. Ebenso will er im Falle der Fortsetzung der bestehenden Koalition das Schulressort wieder für die CDU beanspruchen. 28.10.09 Presseinformation zu Gesprächen mit Politikern
Postkarten verschaffen Gehör bei Abgeordneten Gesamtschuleltern stellen NRW-Schulpolitik auf den Prüfstand Die außergewöhnliche Postkartenaktion „Zahlen zeigen Zustände“ der im Netzwerk INSGESAMT zusammengeschlossenen Gesamtschuleltern aus der Region (Aachen, Düren, Heinsberg) hat erste Wirkung gezeigt. Eltern-Vertreter/innen des Netzwerks trafen sich am „Zahlen zeigen Zustände“ - mit dieser an die Landespolitik gerichteten Postkartenaktion hatten zahlreiche Eltern von Gesamtschulen der Region auf die bestehende Unterversorgung der Gesamtschulen in NRW hingewiesen. Zu Beginn des laufenden Schuljahres fanden 1008 Kinder keine Aufnahme in einer Gesamtschule der Region Aachen-Düren-Heinsberg. Der Grund: Es gibt in der Region wie in ganz NRW (14630 Schüler wurden in NRW insgesamt abgewiesen) zu wenige Gesamtschulplätze. Unumstritten war in beiden Gesprächen nach erstem vorsichtigem Abtasten der Erhalt der Gesamtschulen für die Schullandschaft in NRW. Weit auseinander drifteten im Gespräch mit den CDU-Abgeordneten (MdL Dr. Gerd Hachen; MdL Reimund Billmann und MdL Rolf Seel) allerdings die Meinungen, ob und warum Gesamtschulen einen besonderen, integrativen Beitrag für die sich immer schneller wandelnde Gesellschaft leisten würden. Die Abgeordneten der Regierungspartei widersprachen deutlich, dass Gesamtschulen einen besonderen Stellenwert in Bildungssystem des Landes einnehmen. Für sie sind Gesamtschulen hinsichtlich ihres Auftrags und ihrer Leistung gleichrangig zu betrachten mit allen anderen Schulformen. Deshalb sei die von der Aktion „Zahlen zeigen Zustände“ aufgeführte Kritik sicher ernst zu nehmen, erlaube aber keine besonderen Maßnahmen zur Stärkung der Gesamtschulen im Vergleich zu anderen Schulformen. Die Schulpolitik der Landesregierung fördere bspw. durch Lehrereinstellungen alle Schulen gleichermaßen und dies weitaus mehr als es die Vorgängerregierung getan habe. Im zweiten Gespräch mit den SPD-Abgeordneten trafen die Gesamtschulvertreter dann mit ihren Forderungen auf offene Ohren. Unstrittig war für die SPD-Abgeordneten (MdL Karl Schultheis und MdL Elisabeth Koschorreck), dass es gelte, die Gesamtschulen angesichts ihres wichtigen integrativen Beitrags für eine chancengleiche Bildung für alle Schichten der Gesellschaft unbedingt auszubauen. Individuelle Förderung, alters- und neigungsgemäße Differenzierung seien nur zwei Stichworte für eine Bildungsstrategie, wie sie auch in anderen Ländern Europas konsequent und erfolgreich verfolgt werde. Wie wohl kaum anders zu erwarten, präsentierten sich die Abgeordneten jeweils als gute Vertreter von Regierungs- und Oppositionsbank. Für die Vertreter/innen des Gesamtschulnetzwerks INSGESAMT waren die Gespräch dennoch informativ. Sie werden ihre Elternschaften detailliert über die Gespräche unterrichten. Ziel ist es, dass möglichst viele, gut informierte Eltern die Schulpolitik zum entscheidenden Kriterium für ihre Wahlentscheidung im Mai 2010 machen. Zusatzinformation: An den Gesprächen nahmen 6 Elternvertreter/innen von 5 Gesamtschulen teil: Frau Marion Wynands (Schulpflegschaft Gesamtschule Niederzier-Merzenich); Frau Regina Dessl (Schulpflegschaft Heinrich Böll Gesamtschule Düren); Frau Monika Thomaßen (Schulpflegschaft der Betty Reis Gesamtschule Wassenberg); Herr Michael Quante (Schulpflegschaft Heinrich Heine Gesamtschule Aachen); Herr Dr. Stefan Kirschgens (Schulpflegschaft Maria Montessori Gesamtschule Aachen); Frau Dr. Maike Arz (Schulpflegschaft Maria Montessori Gesamtschule Aachen) 06.06.09 Pressemitteilung zur Postkartenaktion
Zahlen zeigen Zustände – Bildungspolitik auf dem Prüfstand Eltern der Gesamtschüler/innen fragen! – Politiker antworten? In einer gemeinsamen Aktion schicken ab der nächsten Woche zahlreiche Eltern von Gesamtschülern und Gesamtschülerinnen aus der Region Aachen-Düren-Heinsberg Postkarten an Bildungspolitiker/innen des Landes NRW. Urlaubskarten dürfen die Politiker auf Landes- und kommunaler Ebene in den nächsten Wochen nicht erwarten, sondern klare Fragen zum Bildungszustand im Land und zur politischen Zielsetzung sollen sie beantworten. Anlass sind die aktuellen Zustände der NRW-Bildungspolitik, die – in nackten Zahlen ausgedrückt – ernüchternd sind. Vier Zahlen auf vier Postkarten versenden die Eltern verbunden mit der jeweiligen Frage, wie die Politiker/innen den bemängelten Zustand verändern möchten: Zustand 1: 14630 Schüler/innen fanden 2009 keinen Platz an einer Gesamtschule in NRW. Zustand 2: 1008 waren es alleine in der Region AC-DN-HS, die von den Gesamtschulen mangels freier Plätze abgewiesen werden mussten. Zustand 3: 2 % der Lehrer-Grundstellen als Vertretungsreserve reichen nicht, um den vorgesehenen Unterricht zu erteilen. Die Schüler/innen, die in NRW das Glück haben, an einer Gesamtschule unterrichtet zu werden, müssen auch 2009 erheblichen Unterrichtsausfall hinnehmen. Zustand 4: 19,45 Schüler kommen in NRW auf eine/n Gesamtschullehrer/in. Ein statistischer Wert, den die Landesregierung als Erfolg feiert, der aber faktisch Klassengrößen von 28 Schüler/innen pro Klasse festschreibt. Zu groß, um individuell zu fördern, integrativ zu wirken und Bildungschancen über soziale Grenzen hinweg zu eröffnen. Auf ihrer Webseite www.insgesamt.de.tl informieren die Schulpflegschaften der teilnehmenden Gesamtschulen (siehe Liste) über Hintergründe und bildungspolitische Bedeutung der Zahlen. Die Informationen dienen der Diskussion, um angesichts von Kommunal-, Bundestags- und baldiger Landtagswahl eine sachgerechte und bildungsförderliche Auseinandersetzung in NRW zu führen. Allen Eltern, Lehrer/innen und Schüler/innen der teilnehmenden Schulen wird noch vor den Sommerferien durch ihre Schulpflegschaften ermöglicht, die Aktion durch den Versand einer Postkarte zu unterstützen. Adressaten sind Herr Ministerpräsident Rüttgers, Frau Schulministerin Sommer, der Schulausschuss des Landtags, Herr Regierungspräsident Lindlar sowie zahlreiche Vertreter/innen aus der Kommunalpolitik im Raum Aachen-Düren-Heinsberg. Auf die Antworten sind die Eltern gespannt, denn sie wollen einen konkreten und verbindlichen Dialog über Bildung im Land führen. An der Aktion „Zahlen zeigen Zustände“ beteiligen sich die folgenden unterzeichnende Elternschaften der Gesamtschulen in der Region: Schulpflegschaft der Anita Lichtenstein Gesamtschule Geilenkirchen Schulpflegschaft der Betty Reis Gesamtschule Wassenberg Schulpflegschaft der Heinrich Heine Gesamtschule Aachen Schulpflegschaft der Gesamtschule Herzogenrath Schulpflegschaft der Gesamtschule Langerwehe Schulpflegschaft der Maria Montessori Gesamtschule Aachen Schulpflegschaft der Gesamtschule Niederzier/Merzenich Schulpflegschaft der Willy Brandt Gesamtschule Übach-Palenberg Anlage: Vier Postkarten „Zahlen zeigen Zustände“ An das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW nachrichtlich an: Ministerpräsident Dr. Rüttger Herrn Staatsekretär Winands Frau LRSDin Schlott, Leiterin Dezernat 44 Bezirksregierung Köln Bildungspolitische Sprecher Landtagsfraktionen MdL der Region AC-DN-HS Presse der Region AC-DN-HS Aachen, Offener Brief an die Schulministerin anlässlich der Neuerungen beim „Lernstand8“ Sehr geehrte Frau Ministerin Sommer, anlässlich der in diesen Tagen (3., 5. und Die zentralen Lernstandserhebungen in der Jahrgangsstufe 8 wurden in diesem Schuljahr durch Ihr Ministerium verändert. Eine der Änderungen ist, dass statt zwei nun drei Testheftversionen eingesetzt werden. Dabei liegt der Schwerpunkt des Hefts A im unteren, der des Hefts B im mittleren und der Schwerpunkt des Hefts C im oberen Leistungsbereich. Ihr Ministerium hat im Oktober letzten Jahres verfügt, dass in den Gesamtschulen nur die Testheftversionen A und B zum Einsatz kommen. Politisch motivierte Verweigerung der Leistungsmessung? Wir richten gegen diese durch ihr Ministerium willkürlich vorgenommene Zuordnung der Testhefte zur Schulform Gesamtschule unseren energischen Protest. Ihre Aufteilung auf die Schulformen suggeriert, 1. dass es an Gesamtschulen keine für die an den Gymnasien eingesetzte Testheftversion C befähigten Schüler/innen gibt, 2. dass Gesamtschulschüler/innen das Niveau von Gymnasiasten gar nicht erreichen können, 3. dass die Zielsetzung der Gesamtschulen, allen Schüler/innen einen ihren Potenzialen gemäßen Abschluss (Hauptschulabschluss, Fachoberschulreife und Abitur) zu ermöglichen, nicht realistisch ist. Sie verweigern unseren leistungsstarken Kindern an den Gesamtschulen die Möglichkeit, ein ihrem Leistungsvermögen angemessenes Aufgabenspektrum zu lösen und so ihre hohen Kompetenzen unter Beweis zu stellen. Aufteilung der Testversionen nach Schulformen stellt Tatsachen auf den Kopf! Die Lernstandserhebungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass ein nennenswerter, in manchen Fällen sogar großer Teil der Gesamtschulschüler/innen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch das höchste Kompetenzniveau erreicht. Mit der Veränderung der Lernstandserhebungen schaden Sie unseren Kindern an den Gesamtschulen. Sie beschneiden die Chancen der Gesamtschulschüler! Sie demotivieren statt über die Lernstandserhebungen einen motivierenden Vergleich über Schulformen und Lehr/Lern-Methoden im Land zu generieren. Die durch Ihr Ministerium vorgenommene Zuordnung der Testheftversionen verstehen wir als den Versuch, die Gesamtschule in das dreigliedrige Schulsystem hineinzupressen. So betreiben Sie weiterhin eine Abkopplung des Gymnasiums von den anderen Schulformen. Umgehende Korrektur der Lernstandserhebungen zwingend erforderlich! INSGESAMT, das regionale Netzwerk der Elternvertreter/innen von ca. 15000 Gesamtschulschüler/innen, fordert Sie auf, die Lernstandserhebungen in der Jahrgangstufe 8 umgehend zu korrigieren. Das Verfahren muss allen Schülern und Schülerinnen die Chance geben, ihr breites Kompetenzspektrum unter Beweis zu stellen. Deshalb müssen an Gesamtschulen zwingend Testversionen mit Schwerpunkt in allen Leistungsbereichen angeboten werden. Wir scheuen nicht den Vergleich mit allen anderen Schulformen, sondern bestehen darauf. Bitte teilen Sie den unterzeichnenden Schulpflegschaften mit, wann und wie Sie die erforderliche Korrektur des Verfahrens vornehmen werden. Mit freundlichen Grüßen Schulpflegschaft der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen, Herr Dr. Michael Simons, Pestalozzistr. 52511 Geilenkirchen Schulpflegschaft der Betty Reis Gesamtschule Wassenberg, Frau Nelli Hummen, Birkenweg 2, 41849 Wassenberg Schulpflegschaft der Gesamtschule Aachen Brand, Frau Martina Kaiser, Rombachstr. 99, 52078 Aachen Schulpflegschaft der Gustav Heinemann Gesamtschule Alsdorf, Herr Andreas Steppert, Am Klött, 52477 Alsdorf Schulpflegschaft der Heinrich Böll Gesamtschule Düren; Frau Regina Dessl, Girbelsrather Str. 120, 52351 Düren Schulpflegschaft der Heinrich Heine Gesamtschule Aachen Laurensberg, Frau Babette Lemmer, Hander Weg 89, 52072 Aachen Schulpflegschaft der Gesamtschule Herzogenrath, Frau Christiane Kappes, Am Langenpfahl 8, 52134 Herzogenrath Schulpflegschaft der Gesamtschule Langerwehe, Herr Dirk Erdmann, Josef-Schwarz-Str. 16, 52379 Langerwehe Schulpflegschaft der Maria Montessori Gesamtschule Aachen, Frau Christiane Schwarz, Bergische Gasse 18, 52066 Aachen Schulpflegschaft der Gesamtschule Niederzier-Merzenich, Frau Marion Wynands, Am Weiherhof 22, 52382 Niederzier Schulpflegschaft der Gesamtschule „Waldschule“ Eschweiler, Frau Doris Tornow, Friedrichstr. 12, 52249 Eschweiler Schulpflegschaft der Willy Brandt Gesamtschule Übach-Palenberg, Frau Elke Esser, Comeniusstr. 18, 52531 Übach-Palenberg 04.02.09 Presseerklärung zur Gründung von INSGESAMT
Die Schulpflegschaften von 13 Gesamtschulen der Region Aachen-Düren-Heinsberg schließen sich unter dem Namen INSGESAMT Interessensnetzwerk Schulpflegschaften der Gesamtschulen der Region Aachen-Düren-Heinsberg zusammen. Elternvertreter/innen von 9 Gesamtschulen haben sich am Montag, Die zentrale Zielsetzung ist, als Vertreter/innen der Eltern von ca. 15.000 Schülern und Schülerinnen die Gemeinsame Aktionen sollen in verschiedenen Richtungen wirken:
Die Schulpflegschaften des Netzwerkes begrüßen die Gründung dieser Plattform in der Absicht, sich gegenseitig In dem Kreis ist man sich einig, dass es wichtig ist, die Allgemeinheit, insbesondere Eltern, Politiker, aber auch Lehrer und Ausbilder besser über die wertvolle und erfolgreiche Arbeit an Gesamtschulen zu informieren und als Eltern von Gesamtschüler/innen selbstbewusst falschen Vorstellungen entgegenzutreten. Das Engagement der Elternvertreter/innen, zur realistischen Wahrnehmung und Wertschätzung der Gesamtschulen beizutragen, ist verbunden mit der Forderung, jede einzelne Schule mit den notwendigen Ressourcen auszustatten. Konkret angestoßen wurden zwei Aktionen, durch die die Pluspunkte der Gesamtschulen herausgestellt werden. Eine Aktion intendiert Aufklärungsarbeit von Eltern für die Eltern von Grundschulkindern. Die andere Aktion will Die Unterzeichner dieser Presseerklärung sind die Schulpflegschaften der Anita Lichtenstein Gesamtschule Geilenkirchen; Anne Frank Gesamtschule Düren-Mariaweiler; Betty Reis Gesamtschule Wassenberg; ____________________________________________________ |
|